Chor- und Musikfestival zum deutschlandweiten „Tag der Musik“  in Linz

Der Kreismusikverband und der Kreis-Chorverband Neuwied organisierten die erste gemeinsame Veranstaltung.

Mit neun Chören und drei Musikvereinen zeigten sie auf einer Bühne auf dem Marktplatz in Linz, dass es durchaus noch zeitgemäß
ist, in einem Chor aktiv zu singen oder in einem Musikverein zu musizieren.
Die Organisatoren Hermann Josef Esser, Vorsitzender des Kreismusikverbandes Neuwied, und Herbert Kutscher, Vorsitzender des Kreis-Chorverbandes, schauten am Sonntagmittag immer wieder besorgt zum Himmel über dem Linzer Marktplatz und hofften das es wenigstens trocken bleiben würde. Da Petrus wahrscheinlich ein Musiker ist, blieb es auch bis zum Schluss trocken. Denn die Sonne ließ sich zwischendurch immer wieder kurz sehen.

Esser und Kutscher erklärten bei der Eröffnung des Chor- und Musikfestivals das dies etwas Besonderes sei. Zum ersten Mal sei eine gemeinsame Veranstaltung der beiden Verbände
auf die Beine gestellt worden. „Eine Zentralveranstaltung mit Modellcharakter“ , wie Esser sie beschreibt.
Der Tag der Musik, vom Deutschen Musikrat ins Leben gerufen, solle auch neue Impulse setzen: Chöre und Musikvereine seien aufgefordert, überall durch Konzerte und Veranstaltungen auf die „große Kulturbewegung Musik“ hinzuweisen.
„Das hier ist sozusagen die Impulsveranstaltung. Im nächsten Jahr sollten die Vereine nach Möglichkeit überall eigene kleine Konzerte oder Veranstaltungen auf die Beine stellen“, erläuterte Esser das Konzept.

Zum Auftakt spielte der Spielmannszug Rot-Weiß Fernthal 1925 und der MGV Liederkranz 1896 Leubsdorf / Quartettverein 1925 Dattenberg eröffnete mit „Am Brunnen vor dem Tore“ den Reigen der Chöre, während immer mehr Zuschauer stehen blieben oder es sich in den Cafés am Markt bequem machten.

Auch Stadtbürgermeister Adi Buchwald freute sich, „dass das Wetter gehalten hat“. Er dankte den „Vätern der Veranstaltung“: „Das ist ein großes Ereignis hier in Linz.“ Buchwald zeigte sich zufrieden mit der Resonanz, die das Musikfest gleich zu Beginn fand.

Den ganzen Nachmittag boten die Chöre und Musikvereine aus der ganzen Region eine Kostprobe ihres überzeugenden musikalischen Könnens.
Dabei wusste auch das erst im vergangenen Jahr gegründete Kreisjugendblasorchester unter der Leitung von Kreismusikleiter Alexander Reffgen das Publikum zu überzeugen, dass die Nachwuchsmusiker bereits bühnentauglich sind.
Als dritter Musikverein nahmen die Musikfreunde der Harmonie Windhagen auf der Bühne platz und begeisterten das Publikum durch ihre Musikvorträge.

Durch den stetigen Wechsel von Musik- und Chorvorträgen war für reichlich Abwechslung gesorgt und die zahlreich erschienen Gäste dankten es den Akteuren mit großem Applaus.

Zum Schluss dankten Herbert Kutscher und Hermann Josef Esser den Musikern und Sängern für ihre Teilnahme und bedankten sich für die Unterstützung seitens der Stadt Linz, der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse der Stadt Linz und Lotto Rheinland-Pfalz, denn die Chor- und Musikvereine werden über den Landesmusikrat durch die Glücksspirale finanziell unterstützt.
Esser und Kutscher hoffen, dass ihr Ziel, junge Menschen für das Singen und Musizieren im Ensemble zu begeistern, erreicht wurde.




                                                                                                 Bericht: H.J.Esser

Landrat Günther Schartz neuer Präsident des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz e. V.
(LMV RP)

neues PräsidiumDer Landesmusikverband Rheinland-Pfalz e. V. traf sich am 14.03.2010 in Rodenbach bei Kaiserslautern zu seiner alle 2 Jahre stattfindenden Landesversammlung. Die Landrätin des Landkreises Bernkastel-Wittlich und Präsidentin des  Landesmusikverbandes RP Beate Läsch-Weber kandidierte nach 12 Jahren Engagement für die Musikkultur nicht mehr.  Rund 100 Delegierte aus den Kreismusikverbänden wählten ein neues Präsidium.

Neu ins Amt gewählt wurde Günther Schartz, Landrat des Kreises Trier-Saarburg und seit 12 Jahren Vorsitzender des Kreismusikverbandes Trier-Saarburg. Wiedergewählt wurden die drei stellvertretenden Präsidenten für die Region Koblenz Hermann Josef Esser,  für die Region Rheinhessen-Pfalz Bernhard Welsch und für die Region Trier Hans Fomin.

Im Amt bleiben der Landesmusikdirektor Bernd Gaudera, die beiden stellvertretenden Landesmusikdirektoren (LMD) für die Region Rheinhessen-Pfalz Gerald Lambert sowie für die Region Trier Rudolf Kronenberger und der Beauftragte für das Spielleutewesen Hermann Josef Esser; neuer stellv. LMD für die Region Koblenz ist seit diesem Wochenende Franz Josef Hilger. Landesjugendleiter bleibt Ralf Piroth und der Landesjugendmusikleiter ist Kurt Siebein.

Die Beisitzer der Region Koblenz Hubert Latsch und der Region Rheinhessen-Pfalz Ernst Schiel bleiben im Amt. Als Beisitzer für die Region Trier wurde Norbert Sartoris neu gewählt.  Wiederwahl erfolgte beim Kassenprüfer Adolf Rau; Neuwahl beim Kassenprüfer Edgar Kropp.

Die scheidende Präsidentin Frau Läsch-Weber betonte in ihrer Ansprache: Musikvereine sind eine wichtige Quelle, soziale Bindungen in unserer Gesellschaft aufzubauen, zu bewahren und fortzuentwickeln. Die Musikerinnen und Musiker in unseren Musikvereinen stiften damit sozialen Frieden in unserer Gesellschaft.

In 827 Musikvereinen des LMV musizieren über 36.500 Musikerinnen und Musiker und prägen maßgeblich das Musikleben in Rheinland-Pfalz. Dank der jährlichen institutionellen Landesförderung sowie der Erlöse aus der GlücksSpirale (seit 2005) konnte die Bezuschussung der musikalischen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen  von 40 auf 50 % erhöht werden.

Ein großartiges Landesmusikfest 2009 in Neustadt an der Weinstraße zeigte, auf welch qualitativ hohem Niveau sich die Laienmusik in Rheinland-Pfalz bewegt.

Frau Läsch-Weber gratuliert dem neuen Präsidenten Günther Schartz, der der Laienmusik seit 12 Jahren als Vorsitzender des Kreismusikverbandes Trier-Saarburg vorsteht, wünscht viel Erfolg im Interesse der Musik und verspricht, der großen musikalischen Familie des Landesmusikverbandes RP auch in Zukunft verbunden zu bleiben.

Präsident Günther Schartz dankt Beate Läsch-Weber für ihren engagierten Einsatz im Landesmusikverband zum Wohle tausender Musikerinnen und Musiker und ernennt sie auf Beschluss des „alten“ Präsidiums zur Ehrenpräsidentin im LMV RP.  

Sowohl Beate Läsch-Weber als auch Günther Schartz gestehen:  „Die Politik muss anerkennen, welche Arbeit die Ehrenamtlichen im Landesmusikverband RP zum Wohle der Musikkultur im Lande Rheinland-Pfalz leisten.

Neben den Neuwahlen befasste sich die Landesversammlung mit dem Thema „Demographische Entwicklung – Integration – Migration“. Hierzu referierte der Jugendbildungsreferent der Deutschen Bläserjugend Berlin Matthias Laurisch und zeigte interessante Entwicklungen im Lande Rheinland-Pfalz auf. Die kulturelle Bildung wird weiter an Wert gewinnen,  und die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund wird deutlich ansteigen. Sowohl die Förderung der Jugendarbeit als auch die Einbeziehung der älteren Generation  sind für die künftige Ausrichtung der Musikvereine von besonderer Bedeutung. 

Das von der Landesmusikjugend RP in Kooperation mit der Musikschule Rhein-Hunsrück initiierte Projekt „Der unbekannte Krieg“ stellte der Jugendbildungsreferent der Landesmusikjugend Roland Unger vor.

Die Delegierten und Gäste der Landesversammlung wurden musikalisch vom Jugendorchester Rodenbach unter Leitung seines Dirigenten Manuel Scherer empfangen und unterhalten.

 

LMV-Neuwahl

                             Fotos: Hans Fomin